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Interview mit Trainer Oliver Taubert

26.08.2018

Unser Neu-Trainer stand Anfang der Woche Rede und Antwort beim Interview mit der Gothaer Zeitung 

 

„Saisonziel? Ein guter Platz im Tabellenmittelfeld!“

Interview der Woche:

 

Spieler Oliver Taubert lenkt künftig als Trainer die Geschicke der Goldbach/Hochheimer Handballer

 

von Falk Böttger
 

Am 8. September starten die Handball-Männer des SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim in die neue Thüringenliga-Saison. Zum Auftakt sind die Hornets beim Aufsteiger SG Motor Arnstadt/Plaue gefordert (19 Uhr). Auf der Trainerbank wird dann Rechtsaußen-Spieler Oliver Taubert sitzen. Über sein neues Amt, Saisonziele, die Vorbereitungen und Kaderplanung sprachen wir mit dem 33-jährigen Gothaer.

 

Herr Taubert, Sie übernehmen in der kommenden Saison das Traineramt bei den Hornets. Wie kam‘s?

 

Das hat sich recht kurzfristig so ergeben. Sven Rothhämel hat aus privaten und beruflichen Gründen als Trainer nicht länger zur Verfügung gestanden. Das war schon vor Ende der vergangenen Saison klar. In den letzten Spielen habe ich bereits die Trainer-Rolle übernommen. Aber das sollte eigentlich nur vorübergehend sein. Zwar hat mir die Sache Spaß gemacht, aber ich bin vor kurzem Vater geworden. Neben meinen beruflichen Verpflichtungen als Marketing-Manager bleibt da nicht viel Freizeit. Der Verein hat Gespräche mit mehreren Kandidaten für den Trainer-Posten geführt. Letztlich kam nichts zustande.

 

Und da haben Sie sich dann doch bereit erklärt?

 

Ja, allerdings war es mir wichtig, das nicht alleine zu tun, sondern noch Leute dabei zu haben. Zum einen, weil man sich austauschen und beraten kann. Aber auch, weil es eben passieren kann, dass ich mal keine Zeit habe, da es an der Arbeit länger dauert.

 

Wer wird Sie unterstützen?


Florian Schneegaß wird als Torwart-Trainer fungieren – vor allem auch für die A-Jugendlichen, mit denen wir jetzt gemeinsam trainieren – aber auch weiter selber im Kasten stehen. Weiterhin wird Andreas Wagner als Trainer mit an Bord bleiben, der auch bereits in den vergangenen Jahren Stefan Juhnke und Sven Rothhämel assistierte.

 

Werden Sie auch weiter das Spielertrikot überstreifen?

 

Ja, allerdings nur, wenn es sein muss, weil personell Not am Mann ist. Ich glaube, dass es nicht unbedingt Vorteile hat, Spieler und Trainer zugleich zu sein. Du erzählst deinen Spielern vielleicht in der Auszeit, was besser laufen muss, machst dann auf dem Feld aber selber Fehler. Und manche Sachen sieht man von außen einfach anders als auf dem Spielfeld. Das macht dann die Kommunikation zwischen Trainern und Spielern manchmal kompliziert.

 

Wird es von Ihren Mannschaftskameraden akzeptiert, dass einer ihrer Mitspieler nun das Sagen hat?

 

Ja, das wird von allen bisher so akzeptiert. Aber natürlich ist es in manchen Situation auch schon mal schwierig, da man untereinander ja auch in einem freundschaftlichen Verhältnis steht. Aber auch wenn es mal Diskussionen gibt – grundsätzlich haben wir ja alle das gleiche Ziel und finden immer eine Lösung.

 

Als Trainer haben Sie bisher keine Erfahrungen, oder?

 

Nein, die habe ich nicht. Ich habe mich in das Thema reingelesen und natürlich viele andere Trainer beobachtet und versucht, mir etwas abzuschauen.

 

Wie steht es bei der Kaderplanung?

 

Verstärken wird uns in der kommenden Spielzeit Marko Oluic. Der 28-Jährige ist ein thüringenliga-erfahrener Rückraumspieler, war zuletzt bei der HSG Werratal am Ball und hat in der vergangenen Saison immerhin dreistellig getroffen. Da Julian Rothhämel wiederrum zu den Breitungern gewechselt ist, war Verstärkung für unsere Mitte dringend notwendig. Mit Daniel Bohrt kehrt ein Eigengewächs zurück. Er durchlief in Goldbach einige Jugendabteilungen und genoss beim ThSV Eisenach in der Jugendbundesliga eine gute Ausbildung. Weiterhin ist Alexander Sturz zu uns gestoßen. Alexander ist eigentlich noch A-Jugendlicher und kommt vom HSC Erfurt. Mit 1,95 Metern bringt er eine gute Körpergröße für einen Handballer mit. Bei einem Turnier in Dessau-Roßlau – bei dem wir am vergangenen Wochenende gegen Viertligisten und Oberligisten überraschend gut mitgehalten haben und im Halbfinale nur knapp unterlegen waren – haben uns Daniel und Alexander schon sehr geholfen. Ich war überrascht, wie gut die Kommunikation im Mittelblock bereits lief.

 

Stichwort Vorbereitungen. Wie liefen diese?

 

Trainingsauftakt war schon Mitte Juni mit Konditionstraining. Die Fußballer von Fortuna Remstädt haben dafür wieder eine Trainingsgemeinschaft mit uns gebildet. Mit den Remstädtern haben wir Fußball-Testspiele gegen Ballstädt und Wangenheim bestritten. Ein Handball-Testspiel stand gegen Hörselgau/Waltershausen an.

 

Welche Rolle können die Hornets in der neuen Thüringenliga spielen?

 

Angestrebt ist ein Platz im Tabellenmittelfeld. Allerdings ist es eine starke Liga. Nicht nur durch Absteiger Bad Blankenburg, bei dem sich Akteure ihrer Drittliga-Truppe zurückgemeldet haben. Auch Suhl/Goldlauter und Sonneberg haben sich enorm verstärkt. Einen Durchmarsch wird wohl kein Team hinlegen. Welche Rolle wir da tatsächlich spielen können, bleibt abzuwarten. Wichtig sind erstmal Siege in den ersten Spielen gegen Arnstadt, Weimar und Ziegelheim. Dann können wir weitersehen.