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1.Männer: Nach Aufholjagd fehlt zum Endspurt die Kraft

20.03.2018

Handball-Thüringenliga: Goldbach/Hochheim verliert gegen ThSV Eisenach II in den Schlussminuten 19:23 (11:10)

 

Von

Wiebke Töpfer

Goldbach

Die knapp 150 Zuschauer, die am Samstagabend den Weg in die eingeschneite Nessetalhalle gefunden hatten, sollten ihr Kommen nicht bereuen. Sowohl die Eisenacher, als auch die Goldbach/Hochheimer Fans sahen tolle Tore, klasse Torhüter und mehrere Führungswechsel. Die Heimmannschaft kämpfte sich dabei Mitte der ersten Halbzeit mit einem bestens aufgelegten Florian Schneegaß zwischen den Pfosten zurück in die Partie, bestimmte diese zur Verwunderung vieler Zuschauer bis zur 43. Minute (17:16). Danach forderte die kräftezehrende Aufholjagd der Blau-Weißen ihren Tribut – und die Akteure des ThSV Eisenach II verließen mit 23:19 die Platte als Sieger.

 

Von Beginn an spielten die Gäste Tempohandball und setzten auf eine stabile und bewegliche Abwehr. Die Last lag zum Beginn auf dem Rückraum und damit vor allem auf Julian Rothhämel, dem eigentlich verletzten Daniel Fekete und Erik Gerloff, dem auch der erste Hornets-Treffer zum 1:0 gehörte. In der Defensive ließen die Hornets allerdings den nötigen Zugriff auf die Gäste-Angreifer vermissen. So zog Eisenach durch schnelle Tor auf 1:4 davon (7.).

 

Starke Paraden von Schneegaß, ein Rückraum-Tor von Gerloff und Tempogegenstößen über Felix Krajewski brachten die Hausherren über die Stationen 4:5, 5:6 und 8:9 aber zurück ins Spiel.

 

Auch nach dem Eisenachs Neu-Trainer Jörg Schläger die Auszeit genommen hatte, fruchteten die Eisenacher Angriffe nicht – was Goldbach/Hochheimer für sich zu nutzen wussten. Mit einem von Schneegaß abgefangenen Ball und einem steilen Pass auf Krajewski egalisierte dieser zum 9:9. Daniel Fekete schob vom Strafwurfpunkt die 10:9-Führung gleich hinterher (26.) und erhöhte nach dem Time-Out der Hornissen weiter auf 11:9. Allerdings blieb Eisenach dran und konnte durch Philipp Urbach vor der Pause wieder zum 11:10 verkürzen.

 

 

Felix Krajewski trifft zum 19:19 in der 54. Minute

 

Nach dem Wechsel machten die Blau-Weißen zunächst da weiter, wo sie aufgehört hatten. ThSV II-Keeper Lars Kremmer konnte einen Siebenmeter von Fekete zunächst parieren – doch Fekete schnappte sich den Abpraller erneut und der Nachwurf saß – 12:10 ein (31.). Die Zwei-Tore-Führung konnten die Hausherren nur kurz aufrechterhalten. Schon wenige Minuten später gelang Routinier Sascha Kleint der erneute Anschluss zum 13:14 für den ThSV II. Derselbe Spieler bestrafte gleich danach einen Goldbacher Ballverlust mit dem Ausgleich (14:14/38.).

 

Ab da kam zunehmend Hektik ins Spiel, was auf beiden Seiten zu Ballverlusten führte. Mit Toren von Fekete (15:14) und Jens Moratschke (16:15/ 40.) behielten die Hornissen knapp die Nase vorn. Doch die Wartburgstädter netzten zwei Mal in Folge zum 16:16 (41.) ein.

 

Als der ins Hornets-Tor eingewechselte Marc Donaj dann einen erneuten Strafwurf von Kleint parierte, gab das den Blau-Weißen wieder Rückenwind. Fekete schloss einen schnellen Angriff zur 17:16-Führung ab. Doch dann leisteten sich Hornissen zwei unnötige Zeitstrafen, so dass sie vier Minuten in Unterzahl auf der Platte überstehen mussten. Die ThSV-Männer um Jörn Schläger ließen sich die Einladung nicht entgehen und zogen auf 17:19 (48.) davon. Doch gelesen waren die Messen damit keineswegs. Nach Toren von Goldbachs Julian Rothhämel und Krajewski war die Partie mit 19:19 plötzlich wieder offen (54.).

 

Doch in den letzten fünf Minuten lief bei den Hausherren nichts mehr zusammen. Die vielen kleinen Aufholjagden hatten spürbar an den Kräfte-Reserven gezehrt. So konnte dann Armend Alaj fast im Alleingang die Goldbach/Hochheimer Abwehr auseinanderreißen und dreimal einnetzen. Auch mit offensiver Deckung konnte Goldbach/Hochheim die 19:23-Niederlage letztlich nicht mehr verhindern.